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Fokus Fürbitte 10/11

Land: Süd-und Ostasien, Afrika, Mittlerer Osten und Nordafrika, China, Iran, Indonesien, Malediven, Fidschi, Syrien, Indien, Pakistan, Ägypten, Somalia

 

Somalia – Christ stirbt als Märtyrer

In der Region Bakool im Südosten Somalias wurde am 2. September der enthauptete Leib eines Christen gefunden, der von militanten Islamisten getötet worden war. Juma Nuradin Kamil, dessen Kopf abgetrennt und auf seine Brust gelegt wurde, war von der Terrorgruppe al-Shabaab hingerichtet worden.

Al-Shabaab, eine Terrorgruppe mit Verbindungen zu al-Qaida, die einen Großteil Südsomalias kontrolliert und einen selbsterklärten Krieg gegen die „Feinde des Islams“ führt, kämpft für die Einsetzung einer strikten Form der Scharia. In allen Rechtsauslegungen der Scharia gilt die Todesstrafe für erwachsene Männer, die sich vom Islam abwenden. Zahlreiche somalische Christen wurden über die letzten Jahre durch islamistische Kämpfer getötet.

Da Somalia fast 100% muslimisch ist, handelt es sich bei der kleinen Anzahl an Christen fast immer um Konvertiten vom Islam; das macht die Christen des Landes sehr verwundbar. Es gibt keine offiziellen Kirchengebäude in Somalia; die Christen müssen sich im Verborgenen treffen um Gottesdienst abzuhalten. Momentan wird das Land von einer schweren Dürre und Hungersnot heimgesucht, doch al-Shabaab verhinderte, dass die internationale Hilfe die hungernde Bevölkerung erreicht.Sie haben aber das Verbot kurzfristig aufgehoben und erlaubten internationalen Hilfsorganisationen im Land zu arbeiten, jedoch nur um das Verbot nach kurzer Zeit wieder in Kraft zu setzen.

  • Beten wir für all diejenigen, die um unseren verstorbenen Bruder in Christus trauern. Beten wir, dass seine Freunde und Familie Frieden und Trost finden dürfen im Herrn.
  • Beten wir um Gottes schützende Hand über der kleinen christlichen Gemeinschaft in Somalia.

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Pakistan/Iran/Indien – Kinder als Opfer religiöser Konflikte

Drei neue Zwischenfälle zeigen auf, dass die Verfolgung von Christen auch Kinder betrifft und christliche Familien bedroht.

Faryal Bhatti, eine christliche Schülerin, wurde in Pakistan von ihrer Schule gewiesen und der Blasphemie beschuldigt, nachdem sie ein Wort unabsichtlich falsch buchstabiert hatte. Am 22. September vergaß das 12-jährige Mädchen aus Havelian, Abottabad einen einzigen Punkt in einem Wort, als sie eine Frage zu einem Gedicht über den Propheten Mohammed beantwortete. Sie wurde von ihrem Lehrer heftig zurechtgewiesen und geschlagen, da ihr Fehler das Wort naat, das übersetzt „Lob“ Mohammeds heisst, zu lanaat, das „Fluch“ bedeutet, änderte.

Als sich die Nachricht des Ereignisses verbreitete, versammelten sich empörte Muslime in den Straßen und verlangten, dass das Mädchen aus der Nachbarschaft verbannt und ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet werden sollte. Pakistans Blasphemiegesetz sieht bei einer Beleidigung des Propheten Mohammeds zwangsläufig die Todesstrafe vor. Während des Freitaggebetes forderten zahlreiche muslimische Leiter, dass Maßnahmen gegen Faryal und ihre Familie ergriffen werden sollten.

Trotz der Entschuldigung des Mädchens, dass der Schreibfehler ohne böswillige Absichten passiert sei, wurde sie von der Schule gewiesen. Ihre Mutter, eine Krankenschwester, wurde in ein rund 60 km weit entferntes Krankenhaus versetzt und so war die Familie gezwungen ihr Zuhause zu verlassen. Die Familie erhielt Drohungen per SMS, die auch andere christliche Familien in der Gegend in Angst vor muslimischen Vergeltungsmaßnahmen versetzten. Eine Reihe von muslimischen Leitern nahmen Faryal und ihre Familie jedoch in Schutz und sagten, dass ihr verziehen werden sollte, da sie ihre Tat unbeabsichtigt begangen hätte.

In einem weiteren Zwischenfall im Iran wurde ein Kind von Sicherheitskräften als  Geisel genommen, in einem Versuch die christlichen Eltern zu einer Aussage gegen inhaftierte Mitchristen zu zwingen; das Paar hatte das Kind nach Jahren des Wartens adoptiert. Die Sicherheitskräfte drohten ihnen und sagten: „Wenn ihr euer Kind zurück wollt, müsst ihr eine Beschwerde gegen eure Mitchristen im Gefängnis einlegen.“

In einem dritten Vorfall wurde am 25. September acht jungen Männern aus einer Brüdergemeinde verhaftet, als sie das Evangelium auf offener Straße in Andhra Pradesh in Indien verkündeten. Eine große, aggressive Menschenmenge hatte sich um die Männer versammelt, als die Polizei ankam und versuchte die Menge zu zerstreuen. Als ihre Bemühungen scheiterten, nahmen sie die acht Männer in Schutzhaft. Darauf setzte der Mob die Polizei unter Druck  und forderte, dass Klage gegen die jungen Männer erhoben werden sollte, denen sie den Versuch „religiösen Bekehrungen“ zu fördern, vorwarfen. Die acht Christen verbleiben in Untersuchungshaft.

  • Beten wir für Faryal und ihre Familie, dass kein Verfahren wegen ihres unschuldigen Schreibfehlers gegen sie eingeleitet wird.
  • Beten wir, dass das iranische Kind sicher zu seinen Eltern zurückgebracht wird. Beten wir um Kraft für die Eltern; die emotionale Belastung setzte der Mutter so sehr zu, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste.
  • Legen wir die jungen Männer in Indien in Gottes Hände und beten wir, dass das Verfahren gegen sie eingestellt wird und dass die Feindseligkeit gegen Christen in Indien ein Ende findet.

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Striktere Religionsgesetze auf den Malediven

Auf den Malediven wurden neue religiöse Vorschriften in Kraft gesetzt, nach denen alle, die etwas anderes als die von der Regierung anerkannte Version des Islams predigen, mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft werden können.

Unter der religiösen Einheitsregelung, die der Durchsetzung des Religiösen Einheitsgesetzes dient, bleibt es illegal, eine andere Religion als den Islam zu verbreiten und Bücher über andere Religionen in der Öffentlichkeit zu zeigen oder mit sich zu tragen. Den Medien ist die Produktion und Verbreitung jeglicher Programme, die „Allah oder die Propheten des heiligen Korans, die Sunna (Brauch) des Propheten oder den islamischen Glauben demütigen“ verboten.

Islam ist die einzige offiziell anerkannte Religion auf den Malediven, dessen Bevölkerung zu 99% muslimisch ist. Christen machen weniger als 0.2% der Bevölkerung aus und sind als Minderheit geächtet, diskriminiert und werden sorgfältig beobachtet. Nicht-muslimische Einwohner dürfen nicht wählen und sind von öffentlichen Positionen ausgeschlossen. Die maledivische Regierung verhält sich gegenüber dem Christentum sehr ablehnend, da sie den christlichen Glauben mit den westlichen Medien und der Unmoral der westlichen Touristen, bei denen die Malediven ein beliebtes Ferienziel sind, in Verbindung bringt.

  • Bitten wir unseren Herrn Jesus, dass die maledivischen Regierung ihre Meinung ändert und akzeptieren kann, dass eine maledivische Staatsbürgerschaft nicht zwangsmäßig an den muslimischen Glauben gebunden sein muss.

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Indonesien – 28 Verletzte bei Selbstmordattentat auf Kirchengänger

Bei einem Selbstmordattentat auf christliche Kirchengänger in Solo, Zentraljava sind am 25. September ein Mensch getötet und mindestens 28 verletzt worden. Die Explosion ereignete sich an einem Sonntagmorgen unmittelbar nach Ende des Gottesdienstes und beschädigte das Kirchengebäude schwer. Beim Opfer handelt es sich höchstwahrscheinlich um den Attentäter selbst.

Es wird spekuliert, dass das Attentat eine Reaktion ist auf die gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Christen und Moslems, die anfangs September in Ambon auf den Molukken (indonesische Inselgruppe) stattfanden und bei denen es 7 Tote und zahlreiche Verletzte gab und etliche Häuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt wurden. Die Gewaltausschreitungen in Ambon wurden durch ein Gerücht ausgelöst, dass ein Motorradfahrer, der die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte und tödlich verunglückt war, von Christen getötet wurde.

  •  Beten wir für all diejenigen, die bei diesem Bombenattentat verletzt wurden, dass sie die heilende Kraft Gottes spüren dürfen.
  • Beten wir für die indonesische Regierung, dass sie den Kirchen vor gewalttätigen Angriffen besseren Schutz bieten kann und sich die Attentäter Gott zuwenden, ja Ihn als ihren Herrn und Retter kennen lernen dürfen.

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Muslime zerstören eine Kirche und etliche Häuser in Ägypten

Die über hundert Jahre alte St. Georgskirche im Ortsteil Elimarinab der Stadt Edfu, in der Provinz von Assuan, Ägypten, wurde wegen Streitigkeiten über die Renovierung des Gebäudes schwer beschädigt.

Die Renovierung der Kirche war vom Gouverneur von Assuan offiziell bewilligt worden, da die Kirche stark baufällig war und so die Gottesdienstteilnehmer gefährdete. Als die Bauarbeiten fast vollständig abgeschlossen waren und die Gottesdienste wieder aufgenommen wurden, entschieden sich muslimischen Anwohner jedoch, Einspruch gegen die Renovierung zu erheben. In einem Versuch die Beziehung mit den Nachbarn wieder herzustellen, organisierte die Gemeinde am 2. September ein „Versöhnungstreffen“, doch vier Tage später gingen weitere Beschwerden ein, unter anderem eine Forderung zum Abriss der Kuppel der Kirche. Da ein solches Unternehmen das ganze Gebäude zum Einsturz hätte bringen können, gingen die Christen nicht auf die Forderungen ein.

Als Muslime als Folge darauf den Ortsteil verbarrikadierten und die Christen daran hinderten Nahrungsmittel zu kaufen, mussten Sicherheitskräfte einschreiten. Am 9. September wurden zwei Panzer zum Schutz der christlichen Bewohner eingesetzt, doch trotz der Militärpräsenz verlangten die Angreifer unter „Allahu Akhbar“ Rufen weiterhin den Abriss der Kirche.

Schlussendlich versammelten sich am 30. September zahlreiche Muslime nach dem traditionellen Freitagsgebet und beschlossen die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Der aufgebrachte Mob fiel über die Kirche her und zerstörte große Teile der Kuppel, der Mauern und der Säulen des Bauwerks. Die wütende Menge setzte den gesamten Holzbestand, der zur Renovierung der Kirche bestimmt gewesen war, in Brand und zündete vier weitere Häuser und einen Laden an, die alle Christen gehört hatten.

  • Beten wir für die Christen aus Edfu, dass der Herr sie beschütze und sie mit allem Nötigen versorge in dieser Zeit der Verfolgung.
  • Beten wir, dass die Regierung die verfassungsmäßigen Rechte der Christen zur Religionsfreiheit auch in Zukunft achten wird und aktiv versucht, der Diskriminierung und den Gewaltausschreitungen  gegen die Christen ein Ende zu bereiten.

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Syrien – Christen bedroht

Der einflussreiche syrische Scheich Adnan al Aroor, der sich zurzeit in Saudi Arabien im Exil befindet, äusserte eine Drohung gegen die Gegner der Opposition in Syrien und bedrohte so implizit auch die Christen des Landes. All jene, so sagte er, die sich gegen die Revolution stellten, würden „zerrissen, zerstückelt und den Hunden verfüttert“ werden.

Al Aroor gilt als eine Schlüsselfigur des syrischen Aufstands; seine Reden werden über einen islamischen Satellitenfernsehkanal verbreitet und finden ein breites Publikum in Syrien. Der Scheich, der die Bevölkerung wiederholt dazu aufgerufen hat die Proteste aufrecht zu erhalten bis zum Fall des Regimes des jetzigen Präsidenten Bashar al-Assad, teilte die syrische Bevölkerung nun in einer seiner jüngsten Reden in drei Gruppen auf: Die erste Gruppe umfasst Personen, die für die Revolution und gegen Assad seien; die zweite beinhaltet all diejenigen, die weder für noch gegen die Revolution sind, und die dritte bestehe aus Revolutionsgegnern und den Befürwortern Assads.

Die Christen des Landes, die rund 10% der Bevölkerung ausmachen, blieben den Protesten größtenteils fern und laufen deshalb Gefahr als Anhänger Assads – und deshalb als Teil der dritten Gruppe – angesehen zu werden, da sie unter ihm gut behandelt und ein hohes Maß an religiöser Freiheit genießen durften.

Unter den syrischen Christen macht sich mehr und mehr Angst breit über die politische Zukunft des Landes, da islamistische Kräfte unter den Demonstranten zunehmend an Einfluss gewinnen. Eine Reihe von Christen wurde bereits getötet und in einigen Städten, wie zum Beispiel der Stadt Homs, haben die Gläubigen Angst ihre Häuser zu verlassen. Ein führender Gemeindeleiter sagte gegenüber dem Barnabas Fund, dass schwere Schießereien oft sowohl Pastoren als auch Kirchengänger von den Gottesdiensten fernhalten und weitere Berichte bestätigen, dass bereits mehrere Kirchen niedergebrannt wurden – ein weiterer Hinweis auf eine Zunahme von anti-christlichen Übergriffen in Syrien.

  • Beten wir für die christliche Gemeinschaft in Syrien in Anbetracht der zunehmenden Feindlichkeit gegenüber den Christen des Landes. Beten wir, dass Gott ihr Tröster und Beschützer sein wird.
  • Beten wir für Frieden in Syrien und für ein Ende der Demonstrationen. Beten wir, dass dieses Land eine gute und gerechte Regierung erhalten darf.

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China – Regierung lässt Christen nur gegen Lösegeld frei

In der Stadt Wuhai in Zentralmongolien wurden am 26. Juli mehrere Hausgemeindeleiter bei einer Razzia der chinesischen Regierung festgenommen. Mehrere Bibeln und andere Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Die chinesische Polizei nahm insgesamt 21 Personen aus Wuhai und Shizuishan (Ningxia Provinz) fest und inhaftierte die Gemeindeleiter unter dem Verdacht „eine Sekte zur Untergrabung der nationalen Strafgesetzordnung benutzt zu haben“. Sechs ältere Mitglieder der Gruppe mussten nach einer ärztlichen Untersuchung aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustands freigelassen werden.

Während sich die restlichen 15 Gemeindeleiter in Haft befanden, versuchte die chinesische Regierung die Familien der gefangenen Christen zur Bezahlung von Lösegeld zu zwingen; die Gemeindeleiter würden nur gegen eine Summe von €5,745 (entspricht fast zwei durchschnittlichen Monatslöhnen) freigelassen werden, so wurden die Angehörigen der inhaftierten Christen benachrichtigt. Die Familien brachten den geforderten Betrag zum Büro des Anklägers, wurden jedoch informiert, dass die gefangenen Gemeindeleiter in Arbeitslager geschickt oder ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet werden würde, falls nicht noch mehr Lösegeld bezahlt werde.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist uns noch nicht bekannt, ob die 15 inhaftierten Christen entlassen worden sind oder ob sie sich noch in Haft befinden.

  • Vertrauen wir Gott alle verhafteten chinesischen Gemeindeleiter an. Beten wir, dass sie schnell freigelassen werden und dass Gott sie stärke in dieser schweren Zeit. Beten wir auch für ihre Familien, dass sie Trost im Herrn finden dürfen bis ihre Angehörigen wieder freigelassen werden.

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Fidschi – Gemeindekonferenz abgesagt

Bereits über 1’000 Vertreter der Methodistenkirche hatten sich im August in Suva auf Fidschi versammelt, als die vom Militär kontrollierte Regierung die Konferenz im letzten Moment absagte. Dies ist das dritte Jahr in Folge, dass die die Kirche dazu aufgefordert wurde, die Konferenz abzusagen, obwohl sie jedes Mal eine offizielle Genehmigung für die Durchführung des Treffens eingeholt hatte. Am 26. August erließ die Regierung zudem eine Verfügung, die der Methodistenkirche jegliche Aktivitäten außerhalb des Sonntagsgottesdienstes verbietet.

Die Methodistenkirche ist die größte christliche Konfession auf Fidschi, wo ca. 52% der Bevölkerung dem Christentum angehören.

  • Beten wir für die Christen auf Fidschi in dieser schwierigen Lage. Beten wir, dass die Regierung ihr Verbot rückgängig macht und dass unsere Brüdern und Schwestern ihren Glauben wieder frei ausleben dürfen.

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