veröffentlicht am: 15:00 GMT Daylight Time - Donnerstag 09 Juni 2011
Verfolgt aber nicht verlassen
Projekt(e): 00-977
Land: Sri Lanka, Süd-und Ostasien, Pakistan, Indien
Verfolgung. Krieg. Ungerechtigkeit. Diskriminierung.
Tausende von Christen in drei südasiatischen Ländern haben ihre Häuser verloren. Sie leben unter erbärmlichen Bedingungen, ohne richtige Häuser oder Gottesdiensträume; sie sind schutzlos, verachtet und können sich selbst nicht helfen. Würden Sie ihnen helfen?
Klicken Sie auf die Länder auf der linken Seite für mehr Informationen
Indien
Einführung
Seit ihre Dörfer in den Jahren 2007/08 von Hindu-Extremisten bei Ausschreitungen angegriffen wurden, sind Tausende von Christen aus Kandhamal im Bundesstaat Orissa obdachlos. Viele kamen schließlich in den Zelten von Flüchtlingslagern unter, die jetzt geschlossen werden. Die, die mehr Glück hatten, fanden bei Verwandten Unterschlupf, auf sehr beengtem Raum. Andere leben in behelfsmäßigen Hütten im Dschungel.
Lösung
Rund €790* kostet ein einfaches Haus für eine christliche Familie in Orissa, Indien. Die aus einem Raum bestehenden Häuser sind aus Backstein, haben einen Betonfußboden und ein Blechdach. An der Vorderseite des Hauses bildet das überstehende Dach eine Veranda, auf der gekocht werden kann.
Partner vor Ort:
Evangelical Fellowship of India (Indische Evangelische Gemeinschaft); Bless India/ Vision 2020; The Ashiana Trust
Hintergrund
An Weihnachten 2007 kamen Hindu-Extremisten in die Häuser ihrer christlichen Nachbarn und verlangten von ihnen, Hindus zu werden oder wegzuziehen. Viele Christen wurden verletzt oder getötet, wenn ihnen die Flucht in den Dschungel nicht gelang. Ihre Häuser und Kirchen wurden von den Extremisten niedergebrannt oder unbewohnbar gemacht. Im August 2008 brachen die brutalen Übergriffe erneut aus und dauerten zwei Monate lang an. Mindestens 400 Dörfer wurden von Christen „gesäubert“. Über 56000 Christen wurden dabei obdachlos.
Pakistan
Einführung
Seit 2009 obdachlos, leben 250 Christen in einem Zeltlager direkt am Stadtrand von Islamabad, ohne Strom und ohne direkten Zugang zu sauberem Wasser und ohne sanitäre Anlagen. Sie leben im Schmutz mit einem hohen Krankheitsrisiko. Christen in Pakistan erfahren erhebliche Diskriminierung und Ausgrenzung, und haben niemanden, an den sie sich wirklich wenden können in ihrer Not.
Lösung
In Islamabad sollen für die obdachlosen Christen 250 Häuser in einer Siedlung gebaut werden zu einem Preis von €2.820 – €3.380* für jedes Vier-Zimmer-Haus. Die Häuser verfügen sowohl über eine Küche als auch über ein Bad mit Toilette und Dusche und sind ans Stromnetz angeschlossen. Eine Kirche und ein Gesundheitszentrum sollen auch gebaut werden.
Partner vor Ort:
Brethern Church (Brüdergemeinden)
Hintergrund
Nach einem Siedlungsstreit, bei dem die Behörden ihre Zusage, Land zur Verfügung zu stellen, nicht erfüllten, wurden 2000 arme und schutzlose Christen im Juni 2009 obdachlos. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich in Zelten entlang einer Hauptstraße niederzulassen. Diese Zelte befanden sich auf dem Grünstreifen zwischen den beiden Fahrbahnen und bis zu 20 Personen lebten in einem Zelt. Im ersten Sommer starben zwei Personen an der Hitze. Im Jahr 2010 siedelte die Regierung die Familien in ein Lager außerhalb der Stadt um, aber ihre Zelte wurden bei einer Hochwasserkatastrophe im Verlauf des Jahres stark beschädigt.
Sri Lanka
Einführung
Nach Jahrzenten von Krieg und gewaltsamen Auseinandersetzungen im Norden Sri Lankas leben Tausende von Christen unter erbärmlichen Bedingungen. Ihre Häuser und Kirchen wurden in Schutt und Asche gelegt. Einige Christen leben in Hütten in Übergangslagern, während andere in behelfsmäßigen Zelten und unter provisorischen Abdeckungen Schutz suchen. Der Krieg endete im Jahr 2009, aber noch immer haben sie keine dauerhafte Bleibe.
Lösung
Häuser mit Grundausstattung kosten im Durchschnitt €3.940*. Jedes Haus wird über eine Küche verfügen, eine Toilette und einen Wasseranschluss. Neue Kirchengebäude, die pro Einheit/ Stück üblicherweise €6.760* kosten, sollen Raum für Gottesdienste und Gebet bieten und so Zeichen der Hoffnung in diese leidenden Menschen sein. Partner vor Ort: National Christian Evangelical Alliance of Sri Lanka/ Alliance Development Trust
Partner vor Ort:
National Christian Evangelical; Alliance of Sri Lanka/ Alliance Development Trust
Hintergrund
Infolge des über 30 Jahre lang andauernden ethnischen Konflikts in Sri Lanka sind die Nord- und Ostdistrikte des Landes vom Krieg verwüstet: zerstörtes Land und zerstörte Vegetation, Häuser in Ruinen und fast eine halbe Million Menschen vertrieben und in Übergangslagern lebend. Seit dem Ende des Krieges im Mai 2009 hat die Wiederaufbauarbeit begonnen, aber viele Christen haben immer noch kein dauerhaftes Zuhause. Zu Gottesdiensten versammeln sie sich in Zelten und manchmal unter Bäumen.
Wollen Sie Menschen wie diesen helfen?
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Obdachlose Christen in Sri Lanka beten in einer provisorischen Kirche, die von Barnabas Fund finanziert wurde. Jetzt werden dauerhafte Kirchen benötigt
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In der letzten Phase des Krieges in Sri Lanka im Jahr 2009 wurde Lalithas Mann auf der Flucht in das von der Sri Lankischen Armee kontrollierte Gebiet erschossen und ihre Tochter von der Hüfte an gelähmt. Sie und ihre Kinder sind in ihr Dorf zurückgekehrt und leben nun in einer Hütte aus Palmenblättern in der Größe von ca. 14m².
„Wir haben all unsere Habseligkeiten verloren und haben viele Krankheiten durchgemacht, ohne ärztlich versorgt zu werden. Bis 2011 lebten wir in einem Flüchtlingslager. Wir sind nun mit der Hoffnung und der Absicht, unseren geistlichen Dienst wiederaufzunehmen und diese Welt für Gott zu beeinflussen, in unser Dorf zurückgekehrt. Land, das der Gemeinde gehört und auf dem sich ein Gebäude befand, ist im Krieg zerstört worden. Als Gemeinde sind wir sehr dankbar, wenn diese Kirche wiederaufgebaut werden kann, um der Bevölkerung zu dienen.“
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Indische Christen vor ihre Häusern, die in Schutt und Asche liegen
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„Im Juli 2009 mussten wir in unser Dorf zurückkehren. Wir erstellten kleine Zelte aus Abdeckplanen und lebten in denkbar unhygienischen und unsicheren Verhältnissen... Es ist nur durch die Gnade Gottes, dass wir noch leben und ich preise und danke Gott“
„Ich träume davon, dass ich zu meinen Freunden sage: ,Dies ist mein Haus, das meiner Familie Schutz bietet; es mag klein sein, aber es ist voll Liebe und Gnade Gottes.’ “
Können Sie zum Bau von Häusern oder Kirchen beitragen?
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Mit Ihrer Unterstützung kann der Barnabas Fund christliche Gruppen vor Ort in die Lage versetzen, geeignete Häuser und Kirchen für diese obdachlosen Christen in Südasien zu erstellen. Seit den Anfängen des Barnabas Fund im Jahr 1993 haben wir Hunderte von Häusern und eine Reihe von Kirchen gebaut und damit das Leben von bedürftigen und bedrängten Christen verändert. Bitte helfen Sie uns, damit wir weiterhin helfen können!
Frage: Warum sind die Kosten und Planungen für die drei Länder unterschiedlich?
Antwort:Die Kosten pro Haus sind von Ort zu Ort verschieden wegen unterschiedlicher Baumaterialien und unterschiedlicher Transportkosten, und weil die Häuser auf die Bedürfnisse des jeweiligen Umfelds zugeschnitten sind.
Frage:Bringt die Unterstützung aus dem Ausland beim Bau dieser Gebäude ein erhöhtes Verfolgungsrisiko für diese Christen mit sich?
Antwort: Der Barnabas Fund arbeitet mit einheimischen christlichen Partnern zusammen, die Menschen aus der Gegend für die anfallenden Arbeiten beauftragen, und so entstehen mehr Arbeitsplätze für Einheimische. Die Häuser und Kirchen werden in Gegenden gebaut, die als sicher gelten, und in einer Art, die sich nicht zu sehr von den schon vorhandenen Gebäuden unterscheidet.

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