veröffentlicht am: 12:00 GMT Daylight Time - Montag 16 April 2012
Zwischen Sudan und Südsudan droht Krieg – Christen in Gefahr
Projekt(e): 48-990
Land: Sudan, Mittlerer Osten und Nordafrika, Süd-Sudan
Inmitten der zunehmend intensiven Kämpfe in der umstrittenen Grenzregion zwischen dem Sudan und dem Südsudan steigt die Gefahr eines umfassenden Kriegs rapide an und bringt die Christen in beiden Ländern in höchste Gefahr.
Die heftigen Auseinandersetzungen im ölreichen Gebiet im vergangenen Monat wurden als die schlimmsten Kämpfe seit der Unabhängigkeit des Südsudans im Juli 2011 beschrieben.
Der UNO-Sicherheitsrat drückte vor zwei Wochen seine „tiefe und wachsende Besorgnis“ über den „eskalierenden Konflikt“ aus und warnte, dass die Situation in einen totalen Krieg ausarten könnte.
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Christen im Sudan und im Südsudan sind von einem erneuten Krieg bedroht.
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Der Sudan, der die Grenzregion und den Südsudan seit fast einem Jahr willkürlich bombardiert, erklärte, dass falls der Südsudan sich nicht an eine Aufforderung der UN zum Verlassen der Ölfelder in Heglig hält, sie die südsudanesischen Streitkräfte „davonjagen“ und „den Südsudan tief im Landesinnern treffen“ werden.
Die Spannungen drohen den brutalen Bürgerkrieg wieder anzufachen, der dem Süden Verwüstung brachte und über zwei Millionen Menschenleben, darunter vor allem Christen aus dem Süden, gekostet hat.
Mit der Unabhängigkeit des Südens sollte eine neue Ära des Friedens eingeläutet werden, doch eine Reihe von schwerwiegenden Problemen zwischen den beiden Ländern, darunter der Streit um umstrittene Grenzgebiete, Öleinnahmen und Bürgerrechte, verbleiben ungelöst.
Gefährliche Grauzone
Die meisten Christen, die im arabisch-muslimischen Nordsudan verblieben sind, sind südsudanesisch-afrikanischer Abstammung. Aufgrund der Feindseligkeit zwischen den beiden Nationen befinden sich die Christen in einer zunehmend gefährlichen Lage. Nachdem sich der Süden im Januar 2011 zur Abspaltung entschieden hatte, wurden die Christen ihrer Staatsbürgerschaft beraubt und hatten bis am 8. April dieses Jahres Zeit, sich ihre neuen Dokumente zu beschaffen. Da die Frist nun abgelaufen ist, werden sie im Sudan als Ausländer behandelt. Da der Südsudan noch keine offiziellen Dokumente ausgestellt hat, können sie keine Arbeitsbewilligung erhalten und haben offiziell auch keine Staatszugehörigkeit.
Ein Abkommen, das den Bürgern beider Länder in beiden Nationen wichtige Rechte eingeräumt hätte – das Recht im anderen Land zu leben, zu arbeiten und Land zu besitzen – ist ins Stocken geraten und es gibt nur wenig Hoffnung auf weitere Fortschritte. Ein Treffen der beiden Präsidenten anfangs April musste aufgrund der Gewaltausschreitungen in den Grenzregionen abgesagt werden.
Tausende von Menschen mussten infolge des Konflikts ihre Häuser verlassen und leben in der Wildnis, hunderte davon im Ödland um die Hauptstadt Khartum. Viele haben weder das Geld noch die nötigen Ressourcen um ihre Familie und ihr Hab und Gut in den Südsudan zu transportieren. Rund 75% der Vertriebenen sind Christen.
Ein führendes Mitglied einer Gruppe von Vertriebenen erklärte:
Wir haben unsere Häuser vor drei Monaten verlassen. Wir wollen in den Südsudan zurückkehren, doch um unsere ehemalige Heimat zu erreichen brauchen wir die Hilfe beider Regierungen.
Die Menschen hier sind völlig erschöpft. Die Männer haben weder Arbeit noch Nahrung. So sieht unsere Situation aus.
Der Barnabas Fund trägt dazu bei, die praktischen Bedürfnisse der Christen im Sudan und im Südsudan zu decken. Wir versorgen zurückkehrende Flüchtlinge mit Hilfsgütern, darunter Sorghum (ein hirseähnliches Getreide), Salz, Plastikplanen für Notunterkünfte, Moskitonetze, Decken, Wasserbehälter und Kochgeschirr.
Dr. Patrick Sookhdeo, internationaler Direktor des Barnabas Funds, sagte:
Ein neuer Krieg wäre eine Tragödie, insbesondere für die Christen in beiden Regionen, auf die es die Regierung in Kartoum während des langen Bürgerkriegs besonders abgesehen hatte. Die Christen im Sudan leiden bereits stark unter den Folgen des ungelösten Konflikts zwischen den beiden Ländern. Viele sind obdachlos und benötigen dringend Hilfe. Die humanitäre Lage wird sich durch diesen jüngsten Konflikt nur weiter verschlechtern.
SPENDEN & HELFEN
Falls Sie den Christen, die von der Flut in Pakistan betroffen sind, gerne helfen würden, schicken Sie ihre Spende bitte zu Gunsten des Projekts 00-634 (Katastrophenhilfe). Bitte klicken Sie hier um direkt online zu spenden und zu helfen.
Sie können ihre Spende auch telefonisch machen unter der Nummer +44 1672 565031 (von außerhalb Englands). Bitte geben Sie die Projektnummer 00-634 (Katastrophenhilfe) an.
- Dass die UNO und die Afrikanische Union im Stande sind, Frieden zwischen dem Sudan und dem Südsudan zu vermitteln und dass die dem Konflikt zugrunde liegenden Probleme zur Zufriedenheit beider Nationen gelöst werden können.
- Für all diejenigen, die sich in einer politischen Grauzone befinden und weder über eine sudanesische noch über eine südsudanesische Staatsbürgerschaft verfügen. Beten wir, dass ihnen schnell Dokumente ausgestellt werden, damit sie Arbeit und Unterkunft finden können.
- Dass Gott sein Volk im Sudan und im Südsudan vor gewalttätigen Übergriffen beschützt.

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