veröffentlicht am: 14:00 GMT Standard Time - Donnerstag 26 Januar 2012
Humanitäre Katastrophe und religiöse Verfolgung von Christen im Sudan
Projekt(e): 48-990
Land: Sudan, Mittlerer Osten und Nordafrika, Süd-Sudan
Die humanitäre Krise im Südsudan eskaliert: Die Christen des Landes leiden unter gewalttätigen Konflikten im Landesinnern und in den Grenzregionen, und im angrenzenden Sudan werden Christen und Kirchen zunehmend Opfer von religiös motivierten Gewalttaten.
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Der Barnabas Fund unterstützt die bedürfdigen Christen im Sudan mit Hilfsgütern.
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Die ethnische Gewalt im südsudanesischen Bundesstaat Jonglei hat Schätzungen zufolge bereits über 3.000 Toten gefordert; über 100.000 Menschen wurden vertrieben. Ganze Dörfer werden abgebrannt und Hilfsorganisationen haben Mühe, alle Vertriebenen zu erreichen. Zahlreiche Flüchtlinge sind gezwungen, sich von wilden Früchten zu ernähren.
Unter den Todesopfern befinden sich auch Christen und Gemeindeleiter; zahlreiche Kirchen und christliche Zentren wurden während den Gewaltausschreitungen zerstört.
Ein christlicher Leiter, der sich unter den evakuierten Flüchtlingen aus der Stadt Pibor befindet, sagte:
Ich sah Frauen, Kinder und zahlreiche Menschen, die ausgehungert, übersäht mit Moskitostichen und ohne Decken oder Matten unter Bäumen lagen und verschmutztes Wasser aus Sümpfen und Flüssen trinken mussten… Noch nie in meinem Leben habe ich ein tragischeres und elenderes Bild gesehen.
Problematische Grenze
Inzwischen hat sich auch die humanitäre Lage in der umstrittenen Grenzregion Abyei rapide verschlechtert. Zehntausende von Menschen waren nach dem Einmarsch nordsudanesischer Streitkräfte zur Flucht gezwungen und in den Staaten Kordofan und Blue Nile (deutsch Blauer Nil) herrscht Angst vor einer ausgedehnten Hungersnot. Der US-Sondergesandte für den Sudan befürchtet, dass bis März über eine Viertelmillion Menschen am Rande einer Hungersnot stehen könnten.
Christen, und ganz speziell Gemeindeleiter, werden Opfer dieser brutalen Kampagnen, da sie im Verdacht stehen Widerstand gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir zu leisten.
Gewalt gegen Christen
Seit der der Ablösung des hauptsächlich christlichen Südsudans im Juli 2011 sind die Christen und Kirchen im Nordsudan zunehmend Feindseligkeiten ausgesetzt. Die nordsudanesische Bevölkerung ist zu 98% muslimisch. Berichten zufolge wurden mehrere christliche Gemeindeleiter bedroht, verhaftet oder entführt. So wurden am 16. Januar in Rabak, südlich der Hauptstadt Khartum, zwei Pastoren entführt; für ihre Freilassung wurde ein Lösegeld in der Höhe von 500.000 Sudanesischen Pfund (umgerechnet ca. € 142.000) gefordert.
Führende Christen befürchten, dass die Lage der Kirche im Sudan in Zukunft noch gefährlicher werden wird. Präsident Omar al-Bashir hat wiederholt klargestellt, dass er beabsichtigt eine islamische Verfassung zu erlassen und den Einfluss der Scharia zu stärken, was das Leben der Christen im Sudan zukünftig noch gefährlicher machen würde.
Hilfe vom Barnabas Fund
Der Barnabas Fund unterstützt die Christen in der heute gespaltenen Region des Sudans seit vielen Jahren. Unsere jüngsten Projekte beinhalten unter anderen die Verteilung von Nahrungsmitteln an tausende von Christen, die von Gewalttaten betroffen waren, die Unterstützung von Mikrokredit-Initiativen und eines christlichen Dienstes für Gefängnisinsassen, und die Finanzierung eines Bohrbrunnes und mehrerer Schulen.
Patrick Sookhdeo, der internationale Direktor des Barnabas Fundes, sagte:
Die Christen im Sudan, Südsudan und in den Grenzregionen benötigen dringend Ihre Hilfe. Sie leiden nicht nur unter den humanitären Auswirkungen mehrerer gewalttätiger Konflikte, sondern werden auch aufgrund ihres Glaubens verfolgt – ganz speziell im Sudan und in den Grenzregionen. Bitte beten Sie für diese Christen und geben Sie so viel Sie vermögen, um uns zu helfen ihre materiellen Bedürfnisse zu decken.
Spenden & Helfen
Falls Sie den Christen, die von der Flut in Pakistan betroffen sind, gerne helfen würden, schicken Sie ihre Spende bitte zu Gunsten des Projekts 00-634 (Katastrophenhilfe). Bitte klicken Sie hier um direkt online zu spenden und zu helfen.
Sie können ihre Spende auch telefonisch machen unter der Nummer +44 1672 565031 (von außerhalb Englands). Bitte geben Sie die Projektnummer 00-634 (Katastrophenhilfe) an.
- Um ein Ende der Kämpfe, sowohl im Südsudan, als auch in den nördlichen Grenzregionen.
- Dass die humanitäre Hilfe alle Opfer der Konflikte schnell erreicht.
- Für die Christen, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden, dass sie ermutigt und gesegnet werden in der Gewissheit, dass der Geist der Herrlichkeit und Gottes auf ihnen ruht (1. Peter 4,14).

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