veröffentlicht am: 09:00 GMT Daylight Time - Dienstag 03 April 2012
Syriens Christen sind am Rande der Verzweiflung: Wird die Kirche überleben?
Projekt(e): 00-1032
Land: Mittlerer Osten und Nordafrika, Syrien
In Homs, der drittgrößten Stadt Syriens, ist fast die gesamte christliche Bevölkerung – rund 50.000 bis 60.000 Menschen – aufgrund der anhaltenden Kämpfe zur Flucht gezwungen worden.
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Nachdem der Konflikt zwischen den Truppen des Präsidenten Bashar Assad und den Anti-Regierungskräften letzten Monat einen blutigen Höhepunkt erreicht hatte, fiel die Anzahl der Christen in der Stadt, Angaben zufolge, auf unter 1.000 Menschen. Die Christen flohen in die umliegenden Dörfer, in Großstädte oder sogar in den Libanon. Die in der Stadt verbleibenden Gläubigen sprechen von einer zunehmenden „Atmosphäre der Angst“.
Inmitten der Kämpfe griffen die Oppositionskräfte Kirchen an und besetzten eine evangelische Schule und ein Altersheim, so dass diese darauf unter Beschuss der Armee geriet. Kirchenverantwortliche berichten, dass sich muslimische Bewohner der Stadt gegen ihre christlichen Nachbarn wenden und muslimische Extremisten aus dem Ausland in die Stadt strömen, um sich mit den Aufständischen zu verbünden.
Die Christen in Homs leiden unglaublich unter Entführungen und grausamen Mordanschlägen. Die Lösegeldforderungen sind so hoch, dass viele Familien die geforderten Summen nicht bezahlen können und die Entführer in ihrer Verzweiflung anflehen, ihre Liebsten schnell zu töten, anstatt sie zuerst zu foltern.
Die Zahl der Ärzte in Homs ist von 850 auf 30 bis 35 gesunken und von den ehemals 40 bis 45 Krankenhäusern und Kliniken sind nur noch fünf oder sechs in Betrieb. Einige Krankenhäuser wurden angegriffen und zerstört, andere mussten aufgrund mangelnder Medikamente und anderer Ressourcen geschlossen werden. Zwei davon wurden ausgeraubt um Feldlazarette versorgen zu können. Fünf Schulen wurden ebenfalls beschädigt.
Die vertriebenen Christen stehen vor einer ungewissen Zukunft und befürchten, dass sie vielleicht nie wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Währenddessen sind die in der Stadt zurückgebliebenen Gläubigen am Rande der Verzweiflung: Alle Preise schossen in die Höhe, die Vorräte gehen zur Neige und es ist oftmals zu gefährlich das Haus zu verlassen.
Auch in anderen Teilen Syriens ist die christliche Bevölkerung in ernsthafter Gefahr. Sie werden weitgehend als Befürworter der Regierung angesehen, doch alleine ihr christlicher Glaube reicht oftmals aus, um sie zur Zielscheibe von stark islamistischen Kräften innerhalb der Rebellen zu machen.
Die christlichen Viertel in Aleppo und Damaskus wurden bereits bombardiert. Kirchenleiter fürchten sich davor, nach Anbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein, da sie als Symbole der christlichen Präsenz im Land ganz besonders Gefahr laufen, dass sie Mordanschlägen zum Opfer fallen. Die Behörden haben die Gemeinden gewarnt, über Ostern keine großen Versammlungen abzuhalten, da ihre Treffen bombardiert werden könnten.
Ein Kirchenleiter sagte gegenüber Barnabas Fund:
Wir hoffen auf eine sichere Zukunft, aber niemand weiß, was passieren wird. Es gibt so viele äußere Einflüsse. Wir fürchten uns vor einem religiös motivierten Konflikt. Wir fürchten uns vor einer Entwicklung wie im Irak. Eine Flucht aller Christen aus den arabischen Ländern wäre ein Verlust für alle.
Ein weiterer Leiter fügte hinzu:
Syrien wird diese Krise, so Gott will, überstehen, aber zu welchem Preis? Ich bin nicht sehr optimistisch, was das Überleben unserer christlichen Gemeinschaft anbelangt.
Der Barnabas Fund arbeitet direkt mit christlichen Partnern vor Ort zusammen, um den notleidenden Christen in ganz Syrien, einschließlich der Gläubigen in Homs und den Opfer der Bombenanschläge, Nothilfe zukommen zu lassen.
Dr. Patrick Sookhdeo, der Internationale Direktor des Barnabas Fundes berichtete:
Ich bin soeben von einem Treffen mit syrischen Gemeindeleitern zurückgekehrt und ich bin mehr denn je überzeugt, dass unsere Brüder und Schwerstern in Syrien dringend unsere Hilfe benötigen. Die dunklen Zeiten des Mittelalters, in denen in dieser Region Kirchen abgebrannt und Christen massenweise ermordet wurden, drohen wiederzukehren. Die Existenz der christlichen Kirchen in diesem Land, die über eine fast 2 000-jährige Tradition verfügen, ist in Gefahr. Bitte helfen Sie uns, die Christen in Syrien in dieser verzweifelten Notlage zu unterstützen.
SPENDEN & HELFEN
Falls Sie den Christen, die vom Konflikt in Syrien betroffen sind, gerne helfen würden, schicken Sie ihre Spende bitte zu Gunsten des Projekts 00-1032 (zugunsten des Mittleren Ostens). Bitte klicken Sie hier um direkt online zu spenden und zu helfen.
Sie können ihre Spende auch telefonisch machen unter der Nummer +44 1672 565031 (von außerhalb Englands). Bitte geben Sie die Projektnummer 00-1032 (zugunsten des Mittleren Ostens) an.
- Um Schutz für alle Menschen in Homs und den restlichen Teilen Syriens, die vom Konflikt betroffen sind, dass sie schnell humanitäre Hilfe erhalten.
- Für alle vertriebenen Christen, die ihre Häuser verlassen mussten oder Gefahr laufen angegriffen zu werden, dass der Herr sie beschützt und ihnen alles gibt was sie brauchen.
- Um ein Ende der Kämpfe und eine Lösung für die Krise in Syrien.

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