veröffentlicht am: 10:00 GMT Daylight Time - Donnerstag 12 April 2012
Bombenanschläge auf zwei Kirchen in Nigeria am Ostersonntag töten 38 Menschen
Land: Nigeria, Afrika
Bei Selbstmordanschlägen vor zwei Kirchen im Norden Nigerias kamen am Ostersonntag mindestens 38 Menschen ums Leben.
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The Church in Northern Nigeria is facing relentless attacks
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Am Sonntag, dem 8. April um 8.40 Uhr detonierte die erste Bombe in Kaduna, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates. Die Explosion beschädigte die All Nations Christian Assembly Church und die ECWA Good News Church schwer. Die Druckwelle zertrümmerte die Fenster benachbarter Hotels und Häuser und riss ganze Dächer davon. Die meisten Opfer waren Taxi- und Motorradfahrer, die gerade in der Nähe der Explosion waren.
Noch hat sich niemand zu den Anschlägen bekannt, doch die Attentate tragen den Stempel der Terrorgruppe Boko Haram, die eine brutale Kampagne gegen alle Christen gestartet hat und einen islamischen Staat errichten wollen.
Zu Weihnachten und zu Ostern, den wichtigsten christlichen Feiertagen, sind Kirchen ganz besonders verwundbar. Boko Haram bekannte sich zu der Serie von Bombenanschlägen in fünf Bundesstaaten, bei denen am Weihnachtstag 2011 mehrere Kirchen und Büros des Sicherheitsdienstes beschädigt und zahlreiche Menschen getötet wurden. Die meisten Todesfälle wurden beim Angriff auf eine Kirche in Madalla in der Nähe der Hauptstadt Abuja verzeichnet: 35 Gottesdienstbesucher wurden bei der Explosion getötet.
Kurz nach den Angriffen stellte die Terrorgruppe den Christen ein Ultimatum und gab ihnen drei Tage um den Norden des Landes zu verlassen. Seither greift Boko Haram regelmäßig Kirchen und Christen an. Erst letzten Monat erklärten sie allen Christen Nigerias den „Krieg“ und gaben bekannt, dass sie koordinierte Angriffe geplant hätten um die „Christen aus bestimmten Teilen des Landes auszumerzen“.
Sowohl die USA als auch Großbritannien hatten alle britischen und US-amerikanischen Staatsbürger in Nigeria vor möglichen Gewaltausschreitungen über Ostern gewarnt.
Der Bundesstaat Kaduna liegt auf der Grenze zwischen den vorwiegend muslimischen Norden und dem hauptsächlich christlichen Süden des Landes und war einer der am schlimmsten betroffenen Staaten, als im letzten April nach der Wiederwahl des christlichen Präsidenten Goodluck Jonathan erneut Gewalt im Land ausbrach. Seither wird Kaduna konstant überwacht.
Die nigerianischen Behörden haben Mühe Boko Haram in den Griff zu bekommen und scheinen nicht in der Lage zu sein, der Gewalt ein Ende zu bereiten.
In seiner Osterbotschaft erklärte Präsident Jonathan: „Als ein gläubiges Volk dürfen wir uns nie der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung hingeben.“

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