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Newsdesk - 27 October 2017


26 October 2017

 

IRAN – Drei Konvertiten in neuer „Verfolgungswelle gegen Christen“ verhaftet

Im Zuge einer neuen „Geheimdienstkampagne“ des Irans wurden am 10. Oktober drei Konvertiten in Dezful City (Süd-West-Iran) verhaftet.

Zwei der Drei wurden nach stundenlangem Verhör wieder entlassen. Ali Torabi (39) ist noch immer in Haft. Beamte der Geheimpolizei haben ihn an seinem Arbeitsplatz verhaftet und mit nach Hause genommen, wo sie seine Wohnung durchsuchten und dabei mehrere Bibeln und andere christliche Lektüre konfiszierten. Seiner Familie wurde gesagt, dass er innerhalb einer Woche freigelassen werden würde.

Iranische Christen sind nicht selten das Opfer von Diskriminierung. Sie sind im iranischen Justizsystem ein leicht verwundbares Ziel. Der Staat erkennt die Konversion nicht an.

Im Juli wurde Naser Narvad Goltapeh (46) zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er angeblich die “nationale Sicherheit gefährde”. Er wurde beim Besuch einer Hauskirche verhaftet.

From Mohabat news here

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INDONESIA – Islamisten protestieren gegen Regierung wegen ihrer religiösen Ausgewogenheit

Um die 1000 Islamisten protestierten am 24. Oktober vor dem Indonesischen Parlamentsgebäude in Jakarta, da das Parlament ein Präsidialdekret verabschiedet hat, durch das alle Organisationen verboten sind, welche die Staatsdoktrin der Pancasila nicht akzeptieren.

Die Pancasila ist ein säkularer Grundsatz der religiösen Toleranz und der nationalen Einheit, erlassen als Indonesien 1949 unabhängig wurde. Die Pancasila verleiht dem Islam, dem Protestantismus, Katholizismus, Buddhismus, Hinduismus und Konfuzianismus einen gleichrangigen Status und erlaubt den Staatsbürgern einer dieser Religionen anzugehören. 

Im Juli hatte Präsident Joko Widodo die Auflösung von allen Organisationen angeordnet, die im möglichen Konflikt mit der Pancasila stehen. Hizb ut-Tahrir, eine islamistische Organisation, war die erste die sich aufzulösen habe. Sie propagierte, die Scharia im ganzen Lande einzuführen zu wollen und dem Islam eine Sonderstellung über alle anderen Religionen zukommen zu lassen. Hizb ut Tahrir propagierte die Blasphemie Anschuldigungen gegen den früheren christlichen Gouverneur von Jakarta, der im Mai eine zweijährige Haft antreten musste.

Aber trotz der Regierungsentscheidung, die religiöse Vielfalt zu erhalten, steigt der Druck weiterhin auf die christliche Minderheit, ihren offensichtlichen Einfluss einzudämmen.

Letzte Woche musste allerdings eine geplante Open-Air Gebetsveranstaltung im Fußball Stadium von Yogyakarta, 450 Km östlich von Jakarta, abgesagt werden, nachdem eine Muslimische Gruppe der Stadiums Leitung drohten, die Veranstaltung massiv zu stören. Die Muslimische Gruppe behauptete, dass diese Veranstaltung ein Versuch sei, Muslime zu evangelisieren und „das Stadium würde so zu einem Ort der möglichen Apostasie“.

Trotz allem konnte aber eine Open Air Versammlung zum 500 jährigen Jubiläum der Reformation durchgeführt werden. (Der 31. Oktober 1517 wird als der Tag gefeiert, an dem der Reformator Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte und so die Reformation auslöste.)

From Reuters and UCA News

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IRAK – Christliche Familien zum zweiten Mal zur Flucht aus ihrer Heimat durch Konflikt zwischen Kurden und Irakern gezwungen

Um die tausend christliche Familien mussten wegen den Auseinandersetzungen zwischen kurdischen und irakischen Truppen wieder aus ihren Häusern fliehen. Die Christen waren ursprünglich in ihre Dörfer zurückgekehrt, nachdem sie vom Islamischen Staat (IS) befreit wurden.

Das Dorf Teleskof, 19 Kilometer nördlich von Mosul gelegen, wurde erst kürzlich durch ungarische Hilfsgelder wieder aufgebaut. Am 24. Oktober wurde den Dorfbewohnern  „durch einen Vertreter der irakischen Regierung mitgeteilt, dass sie bis Sonnenaufgang evakuieren müssen“.

Einige Kinder und andere Zivilisten wurden bereits durch Kämpfe, die zwischen der kurdischen Peshmerga, welche im Dorf stationiert waren, und dem irakischem Militär und schiitischen Milizen statt fanden, verletzt. Das irakische Militär drohte damit, die Kurden “mit Gewalt hinauszuwerfen”.

Die ethnischen Gruppen der Kurden verlangen schon seit Jahrzehnten ein unabhängiges Kurdistan, eine Region welche Gebiete im Irak, in Syrien und der Türkei mit einschließen würden. Viele Christen flohen in das autonome kurdisch-kontrollierte Gebiet des Nord Iraks, als der IS ihre Heimat eroberte, doch auch durch die Behörden im irakischen Kurdistan haben sie ebenfalls Diskriminierung erfahren.

Die christlichen Familien aus Telekof, die 2014 fliehen mussten, als ihr Dorf vom IS besetzt wurde, erleben nun erneut eine Zwangsevakuierung und Flucht, ja sie befinden sich im Kreuzfeuer und dem zunehmenden Konflikt zwischen der irakischen und kurdischen Regierung.

From Fox News here

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SUDAN – Fünf christliche Leiter nach dem Sonntagsgottesdienst in Omdurman verhaftet

In Omdurman wurden am 22. Oktober fünf sudanesische Gemeindemitglieder nach dem Sonntagsgottesdienst verhaftet. Sie wurden der Störung der öffentlichen Ordnung angeklagt und gegen Mitternacht auf Kaution frei gelassen.

Der Vorfall wurde durch das Verschließen der Gemeinderäume hervorgerufen. Die Behörden erklärten, dass die Schließung aufgrund einer Entscheidung des Bildungs-Ministeriums geschah, welche über eine neue Gemeindeleitung entscheiden werde.

Die Kirchenmitglieder setzten sich über die staatliche Anordnung hinweg, da dies eine Einmischung in interne kirchliche Angelegenheiten sei. Sie brachen die Schlösser auf und begannen ihren Sonntagsgottesdienst. Gleich im Anschluss wurden die fünf Gemeindeleiter verhaftet.

Die sich in der Opposition befindende Nationale Umma Partei (NUP) verurteilte diese Aktion als „eine Attacke gegen die Religionsfreiheit, und dass solches Handeln sektiererische Konflikte im Land auslöse .... die sei ein weiterer Beweis, dass das Aufheben der US Sanktionen vom Regime gebraucht werden würde, einen Vorwand zu haben, um weiterhin die Bevölkerung zu unterdrücken.“

Seit im Jahre 2011 sich der vorwiegend christliche Süd Sudan abgespalten hat, nahm die Verfolgung der Christen durch die sudanesische Regierung des Nordens zu. In diesem Jahr wurden allein in Khartum 27 Kirchen demoliert.

From allafrica.com here

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UNGARN – Staatlich geförderte Konferenz mit einem Aufruf zum Handeln, sich dem Thema der Christenverfolgung anzunehmen.

Auf einer staatlich geförderten Konferenz wurde eine Erklärung verabschiedet, welche sich dafür ausspricht, die internationale Verfolgung von Christen stärker in den Fokus zu rücken.

Der ungarische Premierminister eröffnete die zweitägige Konferenz am 11. Oktober. Die Vertreibung von Christen im mittleren Osten und Afrika habe eine viel größere Bedeutung als nur die persönlichen Tragödien, meinte der Premier; weitergefasst würden diese Entwicklungen auch unsere europäischen Werte bedrohen.

Die Erklärung versichert tiefe Solidarität mit Christen und allen religiösen Minderheiten auf der Welt, welche verfolgt werden. Die Erklärung ist ein Aufruf an die Europäische Union, die politischen Entscheidungsträger und die internationalen Organisation, den Christen zu ermöglichen, wieder in ihre Heimat zurück zu kehren.

Die “Budapester Deklaration” ist eine willkommene Anerkennung der Gefahr, welcher Christen global, und speziell im Mittleren Osten ausgesetzt sind. Trotzdem, eine echte Veränderung wird nur stattfinden, wenn eine öffentliche Anerkennung auch in Taten mündet.

Über 300 Teilnehmer aus 30 Ländern, einschließlich Vertreter der ungarischen Regierung, von Think Tanks und Hilfsorganisationen, wie auch Leiter christlicher Kirchen aus aller Welt, waren auf dieser Konferenz anwesend.

From The Office of Deputy State Secretariat for the  Aid of Persecuted Christians

 

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